Gartentipp November

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von Gunter Rösch

Die Obsternte sollte spätesten jetzt abgeschlossen sein und das Laub ist nach einem Frost auch kein Thema mehr am Baum. Abgefallenes Laub entweder gesondert Kompostieren oder auf den Beeten unter Ziersträuchern mulchen.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Da Laub schwer verrottet, ist es von Vorteil dieses separat zu kompostieren und im Frühjahr unter Moorbeetpflanzen (Rhododendron, Azaleen und Heidelbeeren) zu mulchen. Auch auf Staudenbeeten sollte eine Laubschicht aufgebracht werden. Die Erde trocknet dann nicht aus und den Bodenlebewesen geben wir eine schützende Decke vor den frostigen Winterwinden. Auch Kleintiere, wie Igel, Kröten und Haselmäuse sind dankbar, für einen geeigneten Unterschlupf, der aus Laubhaufen gebildet wird.

Auch ist es ratsam, jetzt so lange der Boden frostfrei ist noch den einen oder anderen Baum zu pflanzen. Sie können noch feine Saugwurzeln bilden und können dann im Frühjahr sofort mit dem wachsen beginnen. Natürlich kommen nur solche Bäume in Frage die robust genug sind, empfindlichere Bäume wie Kiwi, Pfirsich oder Aprikosen pflanzen wir erst im Frühjahr.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Manche Gemüsearten müssen nicht unbedingt abgeerntet und eingelagert oder konserviert werden, sondern können auch bei frostigem Wetter im Beet bleiben. Einige Gemüsesorten bekommen durch die ersten Fröste erst ihr richtiges Aroma, zum Beispiel der Grünkohl. Durch den Frost gehen viele Bitterstoffe verloren, der Kohl wird schmackhafter. Auch Rosenkohl, Porree und Feldsalat können im Beet bleiben, Radiccio ebenso. 
Damit das Gemüse stets frisch geerntet werden kann, selbst wenn der erste Schnee gefallen ist, empfiehlt es sich, das Gemüse im Beet abzudecken. Es kann eine Lage Vlies über den Pflanzen ausgebreitet werden, welches schnell abgedeckt ist, wenn das Gemüse geerntet werden soll. Bei höheren Gemüsesorten kann ebenso eine Art Dach konstruiert werden. Dazu wird Vlies oder eine Plane an den eingeschlagenen Pfählen befestigt. Auf diese Weise ist das Gemüse vor Niederschlägen geschützt und der Hobbygärtner hat stets freien Zugang. Zusätzlich können die Seiten mit Plane oder Vlies zugehängt werden, so dass auch bei strengster Kälte kein Erfrieren der Pflanzen zu befürchten ist. 
Viele Gemüsesorten können auch im Gewächshaus angepflanzt werden und versorgen in den Wintermonaten mit den im Winter so selten gewordenen Vitaminen. Kräuter, wie Petersilie und Schnittlauch eignen sich ebenfalls für den Anbau im Gewächshaus und stehen so auch im Winter immer frisch zur Verfügung.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Staudenbeete mulchen wir mit abgefallenem Laub (wie oben beschrieben) nachdem wir die meisten Stauden zurückgeschnitten haben, damit auch sie vor den Kahlfrösten geschützt werden. Nur dekorative Samenstände lassen wir den Winter über stehen, den sie bringen ein bisschen Abwechslung in das Gesamtbild des winterlichen Gartens.

Bei Ziersträuchern gehen wir genauso vor wie bei den Staudenbeeten und bringen das aufgesammelte Laub als Mulchschicht um die Sträucher aus. Bei Immergrünen Ziersträuchern dürfen wir auch nicht vergessen dass sie ja weiter Wasser verdunsten, sollten daher an trockenen, frostfreien Tagen immer gut gewässert werden.

Rosen werden im Laufe des Monats mit Komposterde angehäufelt, zum Schutz der Veredlungsstelle. Auf keinen Fall reinen Torfmull verwenden, denn dieser nimmt sehr viel Wasser auf, der bei Frost wie ein Eisklumpen um die Pflanze wirkt. Empfindliche Sorten decken wir auch noch mit Reisig ab, damit die Winterwinde abgehalten werden. Zurückgeschnitten werden Rosen erst bei der Forsythienblüte, Anfang April, deswegen schneiden wir nur störendes und krankes ab.

Den Rasen immer von herabfallendem Laub befreien und am besten bei Kahlfrösten nicht betreten. So kann man die Rasenfläche gegen Schneeschimmel schützen.

Die Kübelpflanzen sollten schon eingeräumt sein, außer es sind Pflanzen die leichte Fröste bis ca. 5 Grad aushalten. Laubabwerfende Kübelpflanzen wie Fuchsie, Geranie und Wandelröschen können auch im dunklen Keller überwintern, vorausgesetzt sie stehen bei ca. 4 – 5 Grad und es wird besonderes auf den Wasserbedarf geachtet, denn je kühler desto weniger Wasser brauchen sie. Alle laubtragenden Kübelpflanzen (Zitrone, Olive und Oleander) bedürfen einen zwar kühlen aber hellen Standort, bei ca 6 – 10 Grad. Auf jeden Fall müssen sie einmal die Woche auf Krankheiten und Schädlinge überprüft werden.

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