Was ist zu tun im Obstgarten?

Bis Ende Oktober schließen wir die Obsternte ab. Äpfel, Birnen und was sonst noch am Baum hängt nehmen wir ab. Nur die Kiwi lassen wir noch bis zum ersten Frost hängen, denn durch den Frost bekommen sie, für unsere Breiten, die richtige Süße. Totes Holz entfernen wir aus den Obstbäumen, damit sich keine Krankheiten festsetzen. Leimringe gegen den Frostspanner unbedingt jetzt anlegen, denn die Weibchen sind unbeflügelt und wandern den Stamm hoch, um ihre Eier abzulegen.

Ab Oktober beginnt wieder die Pflanzzeit von Obstgehölzen, aber man sollte darauf achten das man widerstandsfähige Sorten wählt. Für empfindliche Obstarten, wie Aprikosen, Pfirsich und Kiwi sollten wir lieber einen Pflanztermin im Frühjahr einplanen.

Fallobst auf jeden Fall aufsammeln um keine Schädlinge anzulocken und Fäulniss zu vermeiden, sowohl am Obst wie auch im Rasen.

Äpfel und Birnen lassen sich gut lagern, wobei rotbackige Sorten wie z.B. Jonagold, Boskoop u.a. besonders geeignet sind. Am besten man lagert sie in einem nicht zu warmen Keller und achtet darauf das sich die Früchte nicht gegenseitig berühren und überprüft von Zeit zu Zeit die gelagerten Äpfel um faule und schrumpelige auszusortieren.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Auch im Gemüsegarten ernten wir jetzt allmählich Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika ab, denn sie vertragen keinen Frost. Wogegen Kohlarten wie Rosenkohl und Grünkohl sowie Möhren und Sellerie und Lauch, ohne weiteres auch die ersten Fröste noch überstehen.

Die abgeräumten Beete von Unkraut befreien und leicht aufhacken oder umgraben.

Jetzt kann man auch beginnen ein Hoch- oder Hügelbeet zu planen. Wenn man keinen Komposthaufen hat, bietet sich das Hügelbeet direkt an, indem man die anfallenden Gartenabfälle so deponiert, das ein Hoch- oder Hügelbeet entsteht.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Stauden können wir nun teilen und ein neues Staudenbeet anlegen oder die überflüssigen Stauden dem Nachbarn schenken. Unkraut von den Beeten entfernen und das Staudenbeet winterfest machen, wobei manche Stauden sehr schöne Fruchtstände haben, die im Winter ein bezauberndes Schmuckelement sind.

Bei den Blütensträuchern entfernen wir die abgeblühten, dürren Fruchtstände, um Krankheiten, die in diesen abgestorbenen Teilen überwintern keine Möglichkeit geben im Frühjahr wiederzukommen, z.B. Flieder, Buddleia, Hibiscus und die Zierformen von Apfel- und Kirschbäumen.

Bei den Rosen schneiden wir nur die verblühten Teile heraus und häufeln sie Ende Oktober, Anfang November an der Basis an. Den richtigen Schnitt machen wir erst im späten Frühjahr. Wichtig ist vor allem, das krankes und verschimmeltes Laub aufgesammelt wird und über die Biotonne entsorgt wird.

Den Rasen mähen wir auf nunmehr 3-4 cm, zum teil kann auch noch bei trockenen Wetter vertikuliert werden und bis Ende Oktober noch mit einem Herbstdünger versorgen, der die Gräser für den Winter stärkt. Wichtig ist vor allen Dingen das herabfallendes Laub immer wieder von der Rasenfläche entfernt wird, sonst besteht die Gefahr das sich Schneeschimmel unter dem Laub entwickelt und im nächsten Jahr haben wir dann einen fleckigen Rasen.

Bei den Kübelpflanzen bringen wir bis Ende Oktober alle frostempfindlichen Arten (z.B. Fuchsien, Solanum, Geranien, Lantanen u. a.) in das Winterquartier und überprüfen die Pflanzen nach Schädlingen und Krankheiten.