Was ist zu tun im Obstgarten?

Wenn bei Äpfeln und Birnen der Fruchtansatz zu stark ist, dann empfiehlt es sich die Früchte auszudünnen. Die Einzelfrüchte entwickeln sich dadurch besser und ergeben somit qualitativ hochwertigeres Obst. Allerdings sollte der sogenannte natürliche "Junifall" abgewartet werden.

Unter Obstbäumen und zwischen Beerensträuchern, entlang von Himbeer- und Brombeerhecken ist es sinnvoll eine Mulchdecke auszulegen. Das Mulchmaterial kann sowohl aus anfallendem Rasenschnitt, Stroh oder Holzhäcksel bestehen.

Im Obstgarten können Anfang Mai  Erdbeeren ebenso noch gepflanzt werden wie Wein und Kiwi.

Um Erdbeeren vor Verschmutzung und Fäulnis zu bewahren, empfiehlt es sich diese durch Folien oder Stroh zu schützen. Vor diesen Arbeiten sollte das Unkraut noch einmal gründlich entfernt  werden, damit die Pflückarbeiten sich leichter vornehmen lassen. 
Ist es während der Zeit der Fruchtreife über einen längeren Zeitraum zu trocken, reagieren die Erdbeerfrüchte sehr schnell auf diese Witterung. Sie erreichen dann keine ausreichende Größe und reifen nicht gleichmäßig aus. Deshalb sollte während trockener Perioden immer zusätzlich gewässert werden.

In kalten klimatischen Regionen, in denen immer einmal Spätfröste auftreten können empfiehlt es sich die Pfirsichbäume erst nach den Eisheiligen zu schneiden. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich auch eindeutig der Baumbehang erkennen.

Weitere Maßnahmen sind die Ausdünnung der Blütenansätze an Spindelbüschen und Spalieren. Bezüglich des Pflanzenschutzes sind an Apfelbäumen die weißen Mehltauspitzen abzuschneiden, um eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu unterbinden.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Sind sowohl die Gemüsepflanzen als auch das Saatgemüse angewachsen, dann empfiehlt es sich die Bodenoberfläche zu mulchen. Das Mulchen verhindert nicht nur das Verschlämmen und Verkrusten des Bodens sondern auch das Verdunsten von Wasser. Im Gemüsegarten können Drahtwürmer, die   2 - 3 cm langen, gelben Käferlarven einen großen Schaden anrichten. Bevorzugt fressen sie an den Wurzeln der jungen Gemüsepflanzen. Die Tiere lassen sich mit Kartoffeln ködern. Dazu werden die halbierten Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten fest in den Boden gedrückt, so dass die Larven abgelesen und problemlos entsorgt werden können.

Wichtig ist jetzt vor allem das Säen und Pflanzen der frostempfindlichen Arten. Dazu zählen Bohnen, Gurken, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Auberginen und Sellerie gehört dazu. Ferner werden Winterendivien, Kopfsalat, Rote Bete, Mangold, die ersten Buschbohnen und Stangenbohnen ausgesät sowie Gurken und Kürbisse, falls diese nicht schon in Töpfen vorgezogen wurden.

Radieschen werden alle 14 Tage ebenso ausgesät wie die Sommersorten des Rettichs. Für die Saat von Zuckererbsen und Zuckermais ist es nun ebenfalls warm genug. Auch Chicorée sollte  schnellstens ausgebracht werden. Etwaige Lücken auf den Beeten sind mit Schnitt- und Pflücksalat zu schließen. Auch wärmebedürftige Küchenkräuter wie Majoran und Basilikum sind jetzt an der Reihe.

Unabhängig von den Eisheiligen ist auch jetzt Pflanzzeit für alle Kopfkohlarten, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Fenchel, Porree und Rosenkohl, denn gerade neue Züchtungen haben eine ausgesprochen lange Entwicklung. Nach den Eisheiligen werden Zucchini, Kürbisarten, Neuseeländer Spinat und Sellerie gepflanzt. Alle Setzlinge müssen vor dem Pflanzen gut abgehärtet sein, damit sie danach zügig weiterwachsen.

Alle frisch gesetzten Pflanzen sind ausreichend zu wässern, wenigstens so lange, bis sie angewachsen sind. Saaten dürfen ebenfalls nicht unter Wassermangel leiden. Bis die Pflanzen die Erdoberfläche komplett mit ihren Blättern decken, sollte außerdem gemulcht werden. Dazu empfiehlt sich organisches Material wie gehäckselte Gartenabfälle, gemischt mit Grashalmen vom Rasenschnitt.

Außerdem muss immer wieder flach gehackt werden, besonders nach jedem ausgiebigen Regen, sobald die Erdoberfläche genügend getrocknet ist. Auf diese Weise bleiben auch die Beete unkrautfrei.

Zu dicht stehende Saaten von Möhren, Radieschen, Rote Bete und dergleichen müssen auf genügend Abstand von Pflanze zu Pflanze verzogen werden.

Auch Salate sollten eine besondere Beachtung finden, ihre Angebotspalette ist außerordentlich groß. Bei der Auswahl sind nicht nur die grün- bzw. gelbblättrigen Sorte zu berücksichtigen, sondern auch die rotblättrigen Arten sind in Erwägung zu ziehen.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Von einigen Ausnahmen abgesehen, ist jetzt die beste Pflanzzeit für Stauden. Dazu muss, besonders bei trockenem und sonnigen Wetter, für eine regelmäßige Bewässerung gesorgt werden. Gepflanzt werden in der ersten Monatshälfte Gräser, Farne, im Sommer und Herbst blühende Stauden, immergrüne Laub- und Nadelgehölze. Aber auch Dahlien, Gladiolen, Monbretien, Tigerblumen und andere im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen kommen in die Erde. Sie sind vor allem für sonnige Flächen im Garten geeignet.

Was jedoch die Pflanzung kälteempfindlicher einjähriger Sommerblüher betrifft ist vor Mitte Mai Zurückhaltung geboten. Bei einigermaßen beständiger Witterung können härtere, denen vorübergehende Kühle nichts ausmacht, nach der Vorkultur an die endgültigen Plätze ausgebracht werden.

Kälteempfindliche Sommerblüher wie Astern und Zinnien bevorzugen fast ausnahmslos sonnige Standorte und durchlässigen Boden.

Mitte Mai kommen auch die empfindlichen Arten dran, einschließlich vorgezogener Dahlien- und Cannapflanzen.

Was ist zu tun im Balkon- und Terrassengarten?

Nach den Eisheiligen werden Balkon- und Kübelpflanzen ins Freie gebracht. An geschützten Stellen ist dies auch schon früher möglich. Kübelpflanzen, die blütenschönen und ungewöhnlichen Gewächse bringen jetzt wieder den Zauber mediterraner Flora auf Terrassen und Balkone. Hier sollen sie an einem möglichst warmen, windgeschützten Platz den Sommer über verbringen.

In den Minigärten der Balkons ist nicht nur Platz für die angestammten Pflanzen wie Pelargonien, Fuchsien und Petunien, sondern auch für die ganze Vielfalt dauerblühender Sommerblumen, die es jetzt überall zu kaufen gibt und mit denen Balkon- und Terrassengärten sich verschönern lassen.

Neben den Sommerblumen gibt es noch eine Reihe einjähriger Schlinger, die als rasch wachsende Pflanzen vor allem zum schnellen Begrünen von Wänden, Zäunen und Pergolen dienen. Schön sehen Schlinggewächse aus wie Kaiserwinden, Glockenrebe, Schwarzäugige Susanne oder die farbenprächtigen Edelwicken.

Bei der Pflanzung sollte nicht vergessen werden, vor dem Einfüllen der Erde, die Gefäße mit einer zentimeterhohen Drainageschicht aus Kieselsteinen oder Tonstücken zu versehen.

Was ist zu tun im Frühbeet und Kleingewächshaus?

Für Basilikum sollte ein Plätzchen im Frühbeet oder Gewächshaus reserviert werden. Denn das köstliche Grün verkühlt sich leicht und verträgt nicht viel Regen. Paprika, Auberginen und Melonen sind im Frühbeet besser untergebracht als im Freiland, Tomaten und Gurken dagegen fühlen sich im Kleingewächshaus wohler. Allerdings empfiehlt es sich diese beiden Gemüsearten nicht gemeinsam unter einem Dach zu kultivieren, da die Wünsche in Bezug auf Wärme und Feuchtigkeit zu unterschiedlich sind. Für eine gute Luftzirkulation im Kleingewächshaus sorgt ein Ventilator, so dass Krankheitserreger wie Pilze keine Chance haben. Ein freigewordenes Frühbeet lässt sich auch zur Anzucht von zweijährigen Blumen verwenden. Denn im Gegensatz zu den einjährigen Sommerblumen benötigen die zweijährigen zur Entwicklung von Blättern und Blüten zwei Vegetationsperioden. Das heißt, sie werden im Sommer ausgesät und blühen dann schon im Frühjahr des nächsten Jahres.
Zu den zweijährigen gehören, außer den Stiefmütterchen und Tausendschön, der Fingerhut, die Marienglockenblume, die Stockrose oder Malve, die Bartnelken und die Königskerze. Auf diese blühfreudigen Pflanzen sollte nicht verzichtet werden. Eine Selbstanzucht von Stiefmütterchen und Tausendschön ist ohne große Probleme im Frühbeetkasten möglich.
Bis zur Keimung sollte das Saatbeet feucht und dunkel gehalten werden. Nach dem Aufgehen der Saat muss es hell, aber nicht sonnig, sondern nur mäßig feucht sein, allerdings auch nie völlig trocken. Wenn die jungen Pflänzchen sich fassen lassen, dann sind die zu dicht stehenden herauszunehmen und auf ein anderes Beet in einem Abstand von 15 - 20 cm einzupflanzen.
Es empfiehlt sich, bei Stiefmütterchen, Bellis und Bartnelken Farbsorten auszusäen und keine Mischungen, da die Farbauswahl nur selten ein befriedigendes Ergebnis bringt.

Was ist zu tun im Rasen?

Saatzeit ist ebenfalls für Rasen und Blumenwiesen. Anfang Mai ist günstig zur Einsaat von Rasen. Sollte es danach nicht ausreichend regnen, dann ist zu wässern, mindestens bis die Samenkörner keimen. Da die Pflanzen in diesen Frühsommerwochen ständig am Wachstum gehalten werden müssen ist der Rasen immer wieder zu düngen.

Am preiswertesten und einfachsten ist die Verwendung eines mineralischen Volldüngers, der in 3 Gaben von etwa 40g/qm im Frühjahr nach dem ersten oder zweiten Schnitt, dann im Juli und schließlich noch einmal Anfang Oktober ausgestreut werden soll. Um die Humusbildung zu fördern, kann zusätzlich im zeitigen Frühjahr, ein organischer Torfmischdünger oder, falls vorhanden, Kompost ausgebracht werden.

Bestens bewährt haben sich Spezial-Rasendünger -meistens Markenfabrikate- mit gezielt für den Bedarf von Gräsern zusammengestellten Nährstoffkomponenten und mit Langzeitwirkung. Die Mengen und die Handhabung des auszubringenden Konzentrats ist den Packungsbeilagen zu entnehmen. Um das Wachstum der Pflanzen optimal zu gestalten, ist bei trockener Witterung immer rechtzeitig zu gießen.