Gartentipps

Mit Gunter Rösch durchs Gartenjahr

Januar

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Was ist zu tun im Garten?

Gießen Sie immergrüne Pflanzen nur an frostfreien Tagen. Nur dann können sie  Wasser aufnehmen.

Koniferen oder andere Nadelgehölze sollten Sie vor Schneemassen schützen. Anfällige Gewächse bindet man mit einer Schnur zusammen, damit die Äste durch die Schneelast nicht abbrechen. Schütteln Sie von Zeit zu Zeit den Schnee vorsichtig von den Pflanzen.

Bodennahe Pflanzen dürfen ihre Schneedecke behalten, sie schützt sie ausgezeichnet vor Frost!

Checken Sie jetzt Ihre Gartengeräte. Schleifen sie Klingen und reparieren sie alles was Reparaturbedürftig ist. Denn nichts ist angenehmer, als im Frühjahr gereinigte und funktionsfähige Gartengeräte vorzufinden.

Meise in Tanne

Der alte Weihnachtsbaum kann im Garten noch gute Dienste tun. Die Zweige dienen zur Erneuerung von Kälteschutzabdeckungen. Geschnittene Zweige können auch als Unterschlupf für nützliche Kleintiere verwendet werden.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Der Garten ist oft noch mit einer Schneedecke überzogen. Bei milder Witterung sind aber schon Schnittmaßnahmen denkbar.

Frostempfindliche Obstbäume wie Aprikose oder Pfirsich sollten mit Bast- oder Schilfmatten umwickelt werden.

Bei frostfreier Witterung können Obstbäume geschnitten werden. Zu dichte Kronen werden ausgelichtet. Abgestorbene Äste und Zweige, die parallel zueinander wachsen oder sich überkreuzen, sollten entfernt werden.

Baumstämme sollten weiß gekalkt werden, damit sie bei starkem Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht keinen Frostschaden nehmen.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Kohlrabi, Pflücksalat, Saatzwiebeln, Schnittsalat, Sommerlauch und Weißkohl können ins Frühbeet oder unter Folie ausgesät werden.

Die kalten Winterwochen kann man gut für die Anbauplanung der Gemüsebeete nutzen.

Hilfreich bei der Planung ist ein angefertigter Anbauplan, in dem die richtige Aufteilung der Gemüsearten nach Fruchtfolge und Erntezeit vermerkt ist.

Kohlrabi, Pflücksalat, Saatzwiebeln, Schnittsalat, Sommerlauch und Weißkohl können ins Frühbeet oder unter Folie ausgesät werden.

Die kalten Winterwochen kann man gut für die Anbauplanung der Gemüsebeete nutzen.

Hilfreich bei der Planung ist ein angefertigter Anbauplan, in dem die richtige Aufteilung der Gemüsearten nach Fruchtfolge und Erntezeit vermerkt ist.

 

Was ist zu tun im Ziergarten?

Mitten im Winter blühen jetzt trotz Frost und Schnee Christrose, Echter Jasmin, Schneeheide und Zaubernuss im Garten.

Bei Fäulnis müssen Teile der Frostschutzauflage durch frische Ware ausgetauscht werden.

Jetzt können noch Kaltkeimer ausgesät werden. Sie brauchen  zum Keimen einen gewissen Kältereiz, dabei sind Temperaturen um die 5°C ausreichend. Zu den Kaltkeimern gehören z.B. Enzian, Duft-Veilchen, Bärlauch, Primeln, Iris, Mohn, Phlox, Tränendes Herz und Eisenhut.

Im Haus überwinternde Pflanzen sollten während der Wintermonate immer wieder auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Kübelpflanzen müssen ab und zu gegossen werden. Um Pilzbefall zu verhindern, darf die Erde nicht zu feucht sein.

Im Winter sollte man den Rasen ruhen lassen. Betritt man den Rasen im gefrorenen Zustand können Halme brechen und man sieht im Frühjahr an diesen Stellen unschöne, braune Flecken.

Nutzen Sie milde Wintertage für einen Rückschnitt hoch gewachsener Klettersträucher. Schnelle Kletterer wachsen jährlich mehrere Meter und die Blüten entziehen sich dann Ihrem Blickfeld. Schneiden Sie z.B. den Winden-Knöterich Fallopia kräftig auf die gewünschte Höhe zurück.

Was ist zu tun im Wintergarten?

An warmen Plätzen (18-24°C) können Sie Gemüse- und Getreidesamen aussäen, am besten in speziellen Keimschalen. Verwenden Sie nur unbehandelte Samen, z.B. von Kresse, Radieschen, Rettich, Rucola, Erbsen und Weizen.

Befreien Sie Ihre Blattpflanzen mit einem feuchten Tuch von Staub.

Überschüssiges Wasser müssen Sie nach dem Gießen aus Übertöpfen und Untersetzern entfernen (Fäulnisgefahr!).

Sprühen Sie Ihre Pflanzen bei geringer Luftfeuchtigkeit mit Wasser ein.

Gartenteich

Das Loch in der Eisdecke des Gartenteiches ist weiter offen zu halten, damit genügend Sauerstoff zu Tieren und Pflanzen gelangen kann. Hier empfiehlt sich ein Eisfreihalter.

Eine Schneedecke verdunkelt den Teich, sodass wintergrüne Wasserpflanzen, die für die Sauerstoffproduktion wichtig sind, kein Licht mehr erhalten. Daher sollte Schnee vom Eis entfernt werden.

Balkon und Terrasse

Winterharte Arten brauchen bei frostfreiem Wetter regelmäßig Wasser.

Pflanzen in freistehenden Kübeln drohen bei starkem Frost zu erfrieren. Stellen Sie Ihre Pflanzenkübel etwas geschützter an die wärmende Hauswand.

 

Eisstück auf Eisfläche

Untersuchen Sie Balkon- und Kübelpflanzen im Winterquartier wöchentlich auf Schädlinge.

Entfernen sie regelmäßig die welken Blätter Ihrer Geranien.

Balkongärtner können jetzt damit beginnen Geranien auszusäen.

Eine dicke weiße Schneeschicht schützt die darunterliegende Vegetation vor Frost. Wenn kein Schnee liegt und Temperaturen von minus 10°C vorherrschen wird es für Pflanzen gefährlich. Für solche Fälle müssen Sie die Pflanzen mit Reisig, Schilf oder Jute abdecken.

Februar

K. Kellner, 01. Februar 2019; von Gunter Rösch

Im Februar fallen die ersten Gartenarbeiten an. Sie können die Winterzeit nutzen, um Saatgut für die neue Saison zu kaufen. Wer frühzeitig handelt, kann rechtzeitig mit der Aussaat starten. Die ersten Pflanzen können Sie schon Ende dieses Monats vorkultivieren und spätestens im März geht es dann richtig los.

Was ist zu tun im Garten?

Die Stämme aller Gehölze sind bei tiefen Temperaturen von Frostrissen bedroht, wenn gleichzeitig die Sonne für kräftige Erwärmung sorgt. Vorbeugend kann man den Stamm mit einem weißen Anstrich versehen, der die Sonnenwärme reflektiert.

Nach heftigen Schneefällen sollten Sie vor allem die Gehölze von der Schneelast befreien.

Überprüfen Sie alle Frostschutz-Abdeckungen.
Bei frostfreiem Boden können Sie jetzt schon die ersten Beete herrichten und mit Kompost versorgen.

Schneiden Sie trockene Stängel von Ziersträuchern ab.

Bereits Ende Februar können Sie die ersten Blumen aussähen.

Weiße Farbe

Was ist zu tun im Obstgarten?

Der Februar eignet sich hervorragend für Schnittmaßnahmen. Jetzt beginnt die Düngezeit.

Schnittmaßnahmen gelingen jetzt besonders gut, den im unbelaubten Zustand lässt sich die Wuchsform von Bäumen und Sträuchern am besten erkennen und korrigieren.

An frostfreien Tagen können Sie Erziehungsschnitte an Obstgehölzen durchführen.

Das Ziel der Obstbaumerziehung ist es, eine stabile, gleichmäßige Krone aufzubauen. Ein regelmäßiger Obstbaumschnitt garantiert einen üppigen Blüten- und Fruchtansatz. Gut tragende Obstgehölze brauchen ausreichend Nährstoffe.

Ende Februar/Anfang März ist Düngezeit. Dabei sollte die Düngermenge auf Alter und Zustand der jeweiligen Pflanze abgestimmt sein. Bei offenem Boden streut man den Dünger flächig und hackt ihn vorsichtig ein.

Sowie die Erde frostfrei ist, können frühtreibende Obstgehölze wie Stachel- und Johannisbeere gepflanzt werden. Es folgen Pflaumen und Kirschen.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Trockene, frostfreie Tage laden jetzt zur Gartenarbeit ein. Entfernen Sie Reste alter Gemüsepflanzen vom Beet und machen Sie den Boden startklar für das Frühjahr. Jetzt ist eine gute Zeit, ihn mit Nährstoffen zu versorgen und Kompost aufzubringen.

Werfen Sie den schon teilweise verrotteten Kompost durch ein grobmaschiges Gitter und decken Sie ihn danach gegen Regen ab. Auf diese Weise haben Sie zum Pflanzbeginn erdfeuchte Komposterde zur Verfügung.

Bereiten Sie die Beete durch Kompost oder andere organische Dünger für die Pflanzung vor. Der Boden sollte oberflächlich aufgelockert werden.

Wer sich bei der Neuauflage eines Beetes über die Bodenbeschaffenheit nicht im Klaren ist, sollte jetzt Proben nehmen und die zuständige landwirtschaftliche Untersuchungsanstalt mit der Analyse beauftragen. So erhalten Sie Aufschluss über den Nährstoffgehalt und über eine mögliche Schadstoffbelastung.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Jetzt ist Zeit für die Generalreinigung des Gartens nach seinem Winterschlaf

Schneiden Sie zu hoch gewordene Gewächse zurück.

Frühlingsblüher wie Ginster, Forsythie und Zierjohannisbeerstrauch sollten unmittelbar nach ihrer Blüte geschnitten werden.

Damit wieder mehr Licht und Luft an die Pflanzen kommen kann, ist ein gründliches „Durchforsten“ notwendig.

Vor allem bei Stauden und Kleingehölzen sollte die Frostschutzabdeckung auf Fäulnis kontrolliert werden.

Bei schlechten Bodenverhältnissen empfiehlt sich bei Magnesiummangel ein geeigneter Magnesium-Einzeldünger, insbesondere für Fichten, Tannen und Kiefern.

Auch blühende Gehölze einschließlich Rosen benötigen jetzt eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen.

Die ersten Samen mit langer Vorkultur für den Ziergarten werden in Schalen oder dergleichen ausgesät. Ab Mitte März können die Sämlinge dann ins Frühbeet.

Die Mehrzahl der Ziersträucher, wie Forsythie, Zaubernuss oder Haselnuss, lassen sich in den Wintermonaten durch Steckhölzer vermehren.

Das grüne Blattwerk der wintergrünen Gehölze benötigt zu jeder Jahreszeit ausreichend viel Wasser. Bei lang anhaltender Trockenheit, frostfreier Witterung und Sonnenschein sollten Sie regelmäßig die Bodenfeuchte prüfen.

 

Wintergarten, Blumenfenster und Zimmer

Pflanzen müssen wöchentlich auf Schädlinge kontrolliert werden. Die Erde in den Blumentöpfen sollte leicht feucht sein.

Gewächshaus

In der zweiten Februarhälfte können in einem beheizten Gewächshaus Kopfsalat, Kohlrabi, Rettich, Kresse und Radieschen ausgesät werden.

Gartenteich

Pflanzen und Tiere, die im Gartenteich überwintern, sind auf Sauerstoff angewiesen. Die Versorgung gerät in Gefahr, wenn der Teich zufriert.

Die Bildung einer Eisdecke kann mit einer leistungsfähigen Pumpe verhindert werden. Durch den ständigen Wasserschwall bilden sich keine Eiskristalle.

Balkon und Terrasse

Wer im Herbst versäumt hat, Blumenzwiebeln zu setzen, findet jetzt in den Gartencentern und Gärtnereien ein großes Sortiment blühfreudiger Pflanzen für Balkon und Terrasse.

Balkongärtner können damit beginnen die Knollenbegonien, Canna, Prachtlilien und dergleichen anzutreiben. Bei Dahlien sollte man noch etwas warten.

Im Februar erwachen die kühl überwinterten Geranien langsam wieder zum Leben. Schneiden Sie alle Triebe der Sommerblume auf zwei bis drei Blattknoten zurück. Danach treiben die Pflanzen von der Basis her neu aus. Ende des Monats topft man sie in frische Erde und stellt sie wärmer und heller.

März

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Was ist zu tun im Obstgarten?

Jetzt ist ist die Zeit gekommen um Apfel- und Birnenbäume in Form zu bringen. Jüngere Bäume brauchen einen Erziehungschnitt und ältere Bäume einen Auslichtungsschnitt. Zu dicht gewordene Kronen werden gelichtet, d.h. dabei ist es sinnvoller ganze Astpartien zu entfernen als viele Zweige mittlerer Stärke, die durch die vielen Schnittstellen jedes Jahr wieder behandelt werden müssen.

Ein Fruchtholzschnitt bei Pfirsichbäumen ist auch empfehlenswert, da jetzt noch wahre und falsche Fruchttriebe gut zu unterscheiden sind.

Auch Weinreben müssen im März am Spalier geschnitten werden. Man schneidet auf drei Augen alle seitlichen Triebe zurück.

So früh wie möglich sind noch Obstgehölze zu pflanzen, denn sie stehen kurz vor dem Austrieb, brauchen daher viel Wasser und es müssen sich erst noch Saugwurzeln bilden.

Obstgehölze, die im Vorjahr reichlich getragen haben, sollten nun mit einem Volldünger versorgt werden.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Im Gemüsegarten beginnt nun die Hochsaison mit aussäen und pflanzen. Die Beete werden, sobald sie abgetrocknet sind, pflanzfertig vorbereitet und mit Hornspänen zu versorgt. Mit einem Folientunnel lässt sich die Ernte um zwei bis drei Wochen früher einbringen. Darunter können Mitte März Schnitt- und Pflücksalate, Spinat und Radieschen ausgesät werden. Unter einem Folientunnel können Sie nun auch Kopfsalat und Kohlrabi pflanzen.

Bei entsprechender Wetterlage können Sie Ende März schon Spinat, Möhren, Radieschen, Petersilie und Zwiebeln sowie einige Gewürzkräuter aussäen. Im Zweifelsfalle kann man damit aber auch noch warten.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Den Winterschutz entfernen wir nun von den Rosen, lassen ihn aber in der Nähe liegen, damit sie bei noch zu erwartenden Nachtfrösten schnell wieder abgedeckt werden können. Rosen sollten erst bei der Forsythienblüte geschnitten werden. Alles alte und tote Holz wird entfernt. Die restlichen Triebe auf 7 – 3 Augen bei Beetrosen und 1/3 bei Strauchrosen eingekürzt werden.

Bei Ziergräsern entfernen wir jetzt die abgestorbenen Halme, damit sie Platz für die neue haben.

Staudenbeete, Blütensträucher und Koniferen bekommen nun Düngergaben von ca 50 g/qm leicht eingearbeitet.

Was ist zu tun im Balkon- und Terrassengarten?

Um die Saison mit den ersten Frühlingsfarben zu beginnen, setzen wir Primeln, Stiefmütterchen, Tausendschön und Vergissmeinnicht in die Balkonkästen, die vorher gut ausgewaschen und mit neuer Erde gefüllt sind. Bis dann die richtige Balkonbepflanzung nach den Eisheiligen geschieht, können wir uns an den satten Frühlingsfarben erfreuen.

Was ist zu tun im Rasen?

Sobald die Rasenfläche abgetrocknet ist, vertikulieren wir und entfernen Laubreste und altes Gras. Auch eine erste Düngegabe ist jetzt zu geben. Moosstellen im Rasen behandeln wir mit speziellen Moosvernichtern, die im Handel angeboten werden. Ein kräftiger Wuchs der Rasengräser ist Voraussetzung für einen moosfreien Rasen.

April

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

An den Obstgehölzen werden die Knospen täglich dicker. Pfirsiche und Aprikosen blühen bereits. Bald folgen Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen. Sie sollten – wenn möglich – vor Spätfrösten geschützt werden.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Erziehungs- und Erhaltungsschnitt bei Pflaumen und Aprikosen ist in der Regel während der Zeit des Austriebs vorzunehmen, weil diese Eingriffe von ihnen besser überstanden werden. Außerdem lassen sich jetzt die Knospenarten gut unterscheiden.

Junge Obstbäume, die kräftige und zugleich ziemlich aufrecht wachsende Triebe haben, bilden williger Fruchtholz, wenn diese Triebe jetzt waagerecht gebunden werden.

In der ersten Aprilhälfte können noch Obstgehölze gepflanzt werden, einschließlich Kiwi und Wein. Stützende Pfähle bei schwachwüchsigen Obstbäumen und Beerenobststämmen sollten auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft, morsche Pfähle ersetzt und schadhafte Bindungen erneuert werden.

Zu beachten ist auch, dass Schädlinge an den Obstgehölzen zunehmend aktiv werden. Die kleinen Raupen von Frostspannerfaltern sind bereits unterwegs und fressen am jungen Austrieb. Sie lassen sich mit umweltverträglichen Präparaten auf der Basis von Bacillus thuringiensis oder Neembaum bekämpfen. Wo sich Spitzendürre andeutet – vorrangig an Sauerkirschen – müssen die betroffenen Trieb- oder Zweigpartien bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Achten Sie bei Pfirsichbäumen außerdem darauf, ob der Baum von der Kräuselkrankheit befallen ist. Abgestorbene Triebspitzen werden zurückgeschnitten. Dabei ist zu beachten, dass nur bei noch geschlossenen Knospen gespritzt werden darf.

Das Erdbeerbeet wird geharkt, von Unkraut gesäubert und eventuell gedüngt. Eine Mulchdecke aus Stroh zwischen Erdbeeren, aus Laub-Kompost-Gemisch oder ähnlichem zwischen Himbeeren und Brombeeren ist erst auszubreiten, nachdem sich die Erde ausreichend erwärmt hat. Erdbeeren sind mit Hilfe eines Folientunnels vor Schaden an den Blüten durch Spätfröste zu schützen. Sie können noch den ganzen Monat über gepflanzt werden.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Der ganze April ist unter anderem auch Pflanzzeit für die verschiedensten Gehölze. Die Laub abwerfenden können bis zum Austrieb oder auch noch später gepflanzt werden, – falls sie in Containern stehen. Die Immergrünen lassen das den ganzen Monat hindurch zu. Aber auch Obstbäume, Beerensträucher und Stauden können jetzt in die Erde kommen, genauso die Zwiebel- und Knollenpflanzen des Sommers wie Dahlien und Gladiolen. Darüber hinaus lassen sich die ersten Sommerblumen ins Freiland säen und gegen Ende des Monats werden eine ganze Anzahl der Einjahressblumen gepflanzt.

Die immergrünen Nadelgehölze sind zu pflanzen, wenn der Boden schon erwärmt ist. Dies sollte möglichst an einem trüben, regnerischen Tag geschehen. Zuerst sind die neuen Koniferen tüchtig zu wässern und danach ist die Erde mit Torf abzudecken, um eine Verdunstung des Wassers zu verhindern. Größere Pflanzen sind an einem Pflanzstab zu fixieren.

In den wärmeren Regionen wird mit dem Entfernen des Winterschutzes begonnen, damit der Austrieb nicht behindert wird. Nur bei einigen Pflanzen wie Federmohn, Schaublatt und Lilien kann der Schutz für sehr kalte Nächte noch notwendig sein.

Bei Rosen, frühblühenden Zwiebelblumen, älteren Stauden und Gehölzen sollte mit der Düngung begonnen werden. Nicht zu vergessen die zurückgeschnittenen Hecken, die ebenfalls jetzt eine Nährstoffgabe zur Unterstützung des neuen Triebs erhalten wollen.

Rosen werden bei der Forsythienblüte geschnitten.

Dabei schneiden Sie Beetrosen auf 5 - 7 Augen zurück, Strauchrosen werden um ein Drittel eingekürzt und bei Kletterrosen werden die Seitenäste eingekürzt.

Was ist zu tun im Balkon- und Terrassengarten?

Für Kästen und Kübel gibt es die schönsten Frühlingsblumen in voller Blüte zu kaufen.

Bei der riesigen Auswahl an Pflanzen, spielt natürlich die Vorliebe eine große Rolle. Aber auch die Himmelsrichtung ist mit entscheidend bei der Wahl der Pflanzen, denn manche vertragen keinen Schatten, andere dagegen keine Sonne. Die Pflanzung sollte erst Ende April/Anfang Mai vorgenommen werden, je nach den verschiedenen Klimaverhältnissen.

Mehrjährige Balkon- und Terrassenpflanzen, die drinnen überwintert haben, werden jetzt umgetopft. Sie müssen wieder wärmer und heller gestellt werden und sind dabei regelmäßig zu gießen. Robuste Kübelpflanzen wie Feige, Hanfpalme, Oleander und Lorbeer dürfen Mitte April nach draußen.

Was ist zu tun im Staudengarten?

Es ist Pflanzzeit für Stauden,  Farne und staudige Gräser. Farne wie Hirschzunge, Pfauenradfarn, Wurmfarn und Schildfarn beleben mit ihren unterschiedlichsten Wedelformen halb schattige Plätze. Auch die staudigen Ziergräser haben es verdient im Garten platziert zu werden, sie sind perfekte Partner für Blütenstauden und Rosen.

Stauden gibt es in den unterschiedlichsten Variationen und einer Vielzahl von Gattungen. Es gibt Stauden die in Trocken- und Sumpfzonen wachsen und steile Hänge begrünen. Die kriechenden Polsterstauden bedecken den Boden und schützen ihn vor Austrocknung und Unkraut.

Nicht nur die Pflanzung, sondern auch die Pflege spielt im Staudengarten jetzt eine wesentliche Rolle. Die alten Stauden sind von den vertrockneten Blättern zu befreien und der Boden zwischen den einzelnen Pflanzen ist zu lockern. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass bei der Bodenlockerung nicht der Austrieb andere Zierpflanzen verletzt wird. Zu eng sitzende Pflanzen sind auszulichten, in dem die eine oder andere Staude herausgenommen wird.

Ab Mitte April können die Knollen und Zwiebeln der nicht winterharten Pflanzen in den Boden gebracht werden. Zuerst werden Gladiolen, Montbretien, Tigerblumen, Sommerhyazinthen, Gartenfreesien und Sterngladiolen gepflanzt und Ende des Monats kommen die Dahlien in die Erde.

Jetzt wird es auch Zeit zur Aussaat von einjährigen Sommerblühern mit Vorkultur. Dies betrifft entweder Arten mit langer Entwicklungszeit oder solche, die als junge Exemplare viel Wärme brauchen. Ebenso sind die Astern zu säen, damit sie sich während der kühlen Frühlingswochen gut entwickeln. Ausgesät werden auch alle einjährigen Sommerblüher, die sich für eine Saat an Ort und Stelle eignen.

Wurden bereits im März Sommerblumen an ihrem endgültigen Standort gesät, dann sind jetzt bei zu dichtem Stand die jungen Pflanzen auszudünnen und auch darauf zu achten, dass sie frei von Unkraut wachsen. Im Steingarten und auf Rabatten darf ebenfalls das Unkraut nicht wuchern. Je sorgfältiger im Frühjahr gearbeitet wird, desto weniger Arbeit erfordert der Sommer.

Was ist zu tun im Frühbeet und Kleingewächshaus?

Die Saatgefäße im Frühbeet und Kleingewächshaus müssen täglich dahingehend kontrolliert werden, ob das Substrat darin gleichmäßig feucht ist. Ebenso die Temperatur, damit die Samen zügig keimen können, und die Frischluftzufuhr sind zu überprüfen. Denn die zirkulierende Luft trägt dazu bei, dass sich keine Erreger von Keimlings-Krankheiten festsetzen können.

Im Frühbeet oder Kleingewächshaus geht indessen die Anzucht von anspruchsvolleren Einjahrsblumen weiter. Weil die Sonne im April schon mächtig einheizt, ist aufzupassen, dass es im Beet oder Haus nicht zu warm wird. Die Pflanzen brauchen jetzt viel Luft, vor allem bei Sonne darf dies auf keinen Fall übersehen werden, da sonst die Pflanzen verbrennen würden. Automatische Fensterheber erleichtern das Lüften auch bei stark wechselndem Aprilwetter.

Was ist zu tun im Rasen?

Auch der Rasen will seine Ration Pflege bekommen. Das verstärkte Wachstum in diesem Monat erfordert häufiges Schneiden. Sind die Halme rund acht Zentimeter lang, dann sollten sie auf vier Zentimeter zurückgenommen werden. Ist er allerdings von Moos durchsetzt, dann ist Vertikutieren erforderlich. Anschließend muss der Rasen mit einem Fächerbesen gereinigt, gesandet und mit frischen Grassamen eingesät werden. Der beste Termin für diese Aktion ist das Frühjahr unmittelbar vor der ersten Düngung. Die, durch den aufgelockerten Boden, automatisch näher an die Wurzeln gelangt.

Ohne Düngung kann ein Rasen nicht auskommen, da mit jedem Rasenschnitt automatisch Nahrung entzogen wird.

Bei der Neuanlage eines Rasens ist der Boden zusätzlich mit organischem Dünger zu behandeln. Allerdings sollte bei der Düngung möglichst nur ein Spezial-Rasendünger verwendet werden. Idealerweise ist das Ausbringen des Düngers an einem regnerischen, trüben Tag vorzunehmen, ansonsten muss der Rasen gut beregnet  werden, damit die Düngesalze in den Boden eingespült werden.

Mai

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Was ist zu tun im Obstgarten?

Wenn bei Äpfeln und Birnen der Fruchtansatz zu stark ist, dann empfiehlt es sich die Früchte auszudünnen. Die Einzelfrüchte entwickeln sich dadurch besser und ergeben somit qualitativ hochwertigeres Obst. Allerdings sollte der sogenannte natürliche „Junifall“ abgewartet werden.

Unter Obstbäumen und zwischen Beerensträuchern, entlang von Himbeer- und Brombeerhecken ist es sinnvoll eine Mulchdecke auszulegen. Das Mulchmaterial kann sowohl aus anfallendem Rasenschnitt, Stroh oder Holzhäcksel bestehen.

Im Obstgarten können Anfang Mai  Erdbeeren ebenso noch gepflanzt werden wie Wein und Kiwi.

Um Erdbeeren vor Verschmutzung und Fäulnis zu bewahren, empfiehlt es sich diese durch Folien oder Stroh zu schützen. Vor diesen Arbeiten sollte das Unkraut noch einmal gründlich entfernt  werden, damit die Pflückarbeiten sich leichter vornehmen lassen. 

Ist es während der Zeit der Fruchtreife über einen längeren Zeitraum zu trocken, reagieren die Erdbeerfrüchte sehr schnell auf diese Witterung. Sie erreichen dann keine ausreichende Größe und reifen nicht gleichmäßig aus. Deshalb sollte während trockener Perioden immer zusätzlich gewässert werden.

In kalten klimatischen Regionen, in denen immer einmal Spätfröste auftreten können empfiehlt es sich die Pfirsichbäume erst nach den Eisheiligen zu schneiden. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich auch eindeutig der Baumbehang erkennen.

Weitere Maßnahmen sind die Ausdünnung der Blütenansätze an Spindelbüschen und Spalieren. Bezüglich des Pflanzenschutzes sind an Apfelbäumen die weißen Mehltauspitzen abzuschneiden, um eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu unterbinden.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Sind sowohl die Gemüsepflanzen als auch das Saatgemüse angewachsen, dann empfiehlt es sich die Bodenoberfläche zu mulchen. Das Mulchen verhindert nicht nur das Verschlämmen und Verkrusten des Bodens sondern auch das Verdunsten von Wasser. Im Gemüsegarten können Drahtwürmer, die   2 – 3 cm langen, gelben Käferlarven einen großen Schaden anrichten. Bevorzugt fressen sie an den Wurzeln der jungen Gemüsepflanzen. Die Tiere lassen sich mit Kartoffeln ködern. Dazu werden die halbierten Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten fest in den Boden gedrückt, so dass die Larven abgelesen und problemlos entsorgt werden können.

Wichtig ist jetzt vor allem das Säen und Pflanzen der frostempfindlichen Arten. Dazu zählen Bohnen, Gurken, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Auberginen und Sellerie gehört dazu. Ferner werden Winterendivien, Kopfsalat, Rote Bete, Mangold, die ersten Buschbohnen und Stangenbohnen ausgesät sowie Gurken und Kürbisse, falls diese nicht schon in Töpfen vorgezogen wurden.

Radieschen werden alle 14 Tage ebenso ausgesät wie die Sommersorten des Rettichs. Für die Saat von Zuckererbsen und Zuckermais ist es nun ebenfalls warm genug. Auch Chicorée sollte schnellstens ausgebracht werden. Etwaige Lücken auf den Beeten sind mit Schnitt- und Pflücksalat zu schließen. Auch wärmebedürftige Küchenkräuter wie Majoran und Basilikum sind jetzt an der Reihe.

Unabhängig von den Eisheiligen ist auch jetzt Pflanzzeit für alle Kopfkohlarten, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Fenchel, Porree und Rosenkohl, denn gerade neue Züchtungen haben eine ausgesprochen lange Entwicklung. Nach den Eisheiligen werden Zucchini, Kürbisarten, Neuseeländer Spinat und Sellerie gepflanzt. Alle Setzlinge müssen vor dem Pflanzen gut abgehärtet sein, damit sie danach zügig weiterwachsen.

Alle frisch gesetzten Pflanzen sind ausreichend zu wässern, wenigstens so lange, bis sie angewachsen sind. Saaten dürfen ebenfalls nicht unter Wassermangel leiden. Bis die Pflanzen die Erdoberfläche komplett mit ihren Blättern decken, sollte außerdem gemulcht werden. Dazu empfiehlt sich organisches Material wie gehäckselte Gartenabfälle, gemischt mit Grashalmen vom Rasenschnitt.

Außerdem muss immer wieder flach gehackt werden, besonders nach jedem ausgiebigen Regen, sobald die Erdoberfläche genügend getrocknet ist. Auf diese Weise bleiben auch die Beete unkrautfrei.

Zu dicht stehende Saaten von Möhren, Radieschen, Rote Bete und dergleichen müssen auf genügend Abstand von Pflanze zu Pflanze verzogen werden.

Auch Salate sollten eine besondere Beachtung finden, ihre Angebotspalette ist außerordentlich groß. Bei der Auswahl sind nicht nur die grün- bzw. gelbblättrigen Sorte zu berücksichtigen, sondern auch die rotblättrigen Arten sind in Erwägung zu ziehen.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Von einigen Ausnahmen abgesehen, ist jetzt die beste Pflanzzeit für Stauden. Dazu muss, besonders bei trockenem und sonnigen Wetter, für eine regelmäßige Bewässerung gesorgt werden. Gepflanzt werden in der ersten Monatshälfte Gräser, Farne, im Sommer und Herbst blühende Stauden, immergrüne Laub- und Nadelgehölze. Aber auch Dahlien, Gladiolen, Monbretien, Tigerblumen und andere im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen kommen in die Erde. Sie sind vor allem für sonnige Flächen im Garten geeignet.

Was jedoch die Pflanzung kälteempfindlicher einjähriger Sommerblüher betrifft ist vor Mitte Mai Zurückhaltung geboten. Bei einigermaßen beständiger Witterung können härtere, denen vorübergehende Kühle nichts ausmacht, nach der Vorkultur an die endgültigen Plätze ausgebracht werden.

Kälteempfindliche Sommerblüher wie Astern und Zinnien bevorzugen fast ausnahmslos sonnige Standorte und durchlässigen Boden.

Mitte Mai kommen auch die empfindlichen Arten dran, einschließlich vorgezogener Dahlien- und Cannapflanzen.

Was ist zu tun im Balkon- und Terrassengarten?

Nach den Eisheiligen werden Balkon- und Kübelpflanzen ins Freie gebracht. An geschützten Stellen ist dies auch schon früher möglich. Kübelpflanzen, die blütenschönen und ungewöhnlichen Gewächse bringen jetzt wieder den Zauber mediterraner Flora auf Terrassen und Balkone. Hier sollen sie an einem möglichst warmen, windgeschützten Platz den Sommer über verbringen.

In den Minigärten der Balkons ist nicht nur Platz für die angestammten Pflanzen wie Pelargonien, Fuchsien und Petunien, sondern auch für die ganze Vielfalt dauerblühender Sommerblumen, die es jetzt überall zu kaufen gibt und mit denen Balkon- und Terrassengärten sich verschönern lassen.

Neben den Sommerblumen gibt es noch eine Reihe einjähriger Schlinger, die als rasch wachsende Pflanzen vor allem zum schnellen Begrünen von Wänden, Zäunen und Pergolen dienen. Schön sehen Schlinggewächse aus wie Kaiserwinden, Glockenrebe, Schwarzäugige Susanne oder die farbenprächtigen Edelwicken.

Bei der Pflanzung sollte nicht vergessen werden, vor dem Einfüllen der Erde, die Gefäße mit einer zentimeterhohen Drainageschicht aus Kieselsteinen oder Tonstücken zu versehen.

Was ist zu tun im Frühbeet und Kleingewächshaus?

Für Basilikum sollte ein Plätzchen im Frühbeet oder Gewächshaus reserviert werden. Denn das köstliche Grün verkühlt sich leicht und verträgt nicht viel Regen. Paprika, Auberginen und Melonen sind im Frühbeet besser untergebracht als im Freiland, Tomaten und Gurken dagegen fühlen sich im Kleingewächshaus wohler. Allerdings empfiehlt es sich diese beiden Gemüsearten nicht gemeinsam unter einem Dach zu kultivieren, da die Wünsche in Bezug auf Wärme und Feuchtigkeit zu unterschiedlich sind. Für eine gute Luftzirkulation im Kleingewächshaus sorgt ein Ventilator, so dass Krankheitserreger wie Pilze keine Chance haben. Ein freigewordenes Frühbeet lässt sich auch zur Anzucht von zweijährigen Blumen verwenden. Denn im Gegensatz zu den einjährigen Sommerblumen benötigen die zweijährigen zur Entwicklung von Blättern und Blüten zwei Vegetationsperioden. Das heißt, sie werden im Sommer ausgesät und blühen dann schon im Frühjahr des nächsten Jahres.

Zu den zweijährigen gehören, außer den Stiefmütterchen und Tausendschön, der Fingerhut, die Marienglockenblume, die Stockrose oder Malve, die Bartnelken und die Königskerze. Auf diese blühfreudigen Pflanzen sollte nicht verzichtet werden. Eine Selbstanzucht von Stiefmütterchen und Tausendschön ist ohne große Probleme im Frühbeetkasten möglich.

Bis zur Keimung sollte das Saatbeet feucht und dunkel gehalten werden. Nach dem Aufgehen der Saat muss es hell, aber nicht sonnig, sondern nur mäßig feucht sein, allerdings auch nie völlig trocken. Wenn die jungen Pflänzchen sich fassen lassen, dann sind die zu dicht stehenden herauszunehmen und auf ein anderes Beet in einem Abstand von 15 – 20 cm einzupflanzen.

Es empfiehlt sich, bei Stiefmütterchen, Bellis und Bartnelken Farbsorten auszusäen und keine Mischungen, da die Farbauswahl nur selten ein befriedigendes Ergebnis bringt.

Was ist zu tun im Rasen?

Saatzeit ist ebenfalls für Rasen und Blumenwiesen. Anfang Mai ist günstig zur Einsaat von Rasen. Sollte es danach nicht ausreichend regnen, dann ist zu wässern, mindestens bis die Samenkörner keimen. Da die Pflanzen in diesen Frühsommerwochen ständig am Wachstum gehalten werden müssen ist der Rasen immer wieder zu düngen.

Am preiswertesten und einfachsten ist die Verwendung eines mineralischen Volldüngers, der in 3 Gaben von etwa 40g/qm im Frühjahr nach dem ersten oder zweiten Schnitt, dann im Juli und schließlich noch einmal Anfang Oktober ausgestreut werden soll. Um die Humusbildung zu fördern, kann zusätzlich im zeitigen Frühjahr, ein organischer Torfmischdünger oder, falls vorhanden, Kompost ausgebracht werden.

Bestens bewährt haben sich Spezial-Rasendünger -meistens Markenfabrikate- mit gezielt für den Bedarf von Gräsern zusammengestellten Nährstoffkomponenten und mit Langzeitwirkung. Die Mengen und die Handhabung des auszubringenden Konzentrats ist den Packungsbeilagen zu entnehmen. Um das Wachstum der Pflanzen optimal zu gestalten, ist bei trockener Witterung immer rechtzeitig zu gießen.

Juni

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Mitte Juni setzt die Haupternte der Erdbeeren ein. Dann folgt die Johannisbeeren und die Stachelbeeren. Auch das erste Steinobst wird so langsam erntereif. Es fallen nicht nur Erntearbeiten an, sondern auch die Pflege muss berücksichtigt werden.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Es können Erdbeeren, solange die Ernte noch läuft, durch die an den Ausläufern sich bildenden Jungpflanzen vermehrt werden. Die Früchte müssen vorsichtig geerntet werden. Mit den Nägeln von Daumen und Zeigefinger werden sie etwa 1 cm über dem Kelch abgetrennt und in eine Gefäß gelegt.

Besonders günstig ist die Ernte am frühen Morgen, wenn die Früchte frisch und nicht erwärmt sind. Erdbeeren sollten nur im trockenen Zustand geerntete werden, sind sie dagegen feucht, dann sollten sie sofort verwertet werden. Die Früchte sind kühl zu lagern. Sie sind ohne wesentlichen Einbußen an Frische und Aroma etwa zwei Tage bei Temperaturen zwischen 2 und 5 °C haltbar.

Die Obstbäume reagieren in den Sommermonaten besonders empfindlich auf mangelnde Bodenpflege. Bei Trockenheit ist unbedingt zu wässern und der Boden sollte genügend durchlüftet werden. Die Baumscheiben sollten einen genügenden Durchmesser haben (etwa 2m Durchmesser). Besser ist ein Mulchen, dadurch werden ideale Wachstumsbedingungen geschaffen. Oft ist es ein Problem, den Rasenschnitt unterzubringen. Dies lässt sich dadurch lösen, indem man ihn als Mulchdecke verwendet, somit bleibt der Boden unter den Obstbäumen locker und feucht.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Im Nutzgarten beginnt die erste reiche Gemüseernte. Salat in allen Variationen, Erbsen, Buschbohnen, Kohlrabi, Blumenkohl, Frühkohlarten können geerntet und in der Küche verwertet  werden.

Hinsichtlich der Gartenpflege ist während längerer Trockenperioden ausreichend zu wässern. Dabei sind auch die notwendigen Nährstoffe zu verabreichen und durch Hacken das wahrscheinlich überall wuchernde Unkraut zwischen den Kulturpflanzen zu beseitigen. Auf die Bodenpflege ist besonders zu achten, denn kräftige Gewitter können den Boden verschlammen. Die dadurch entstehende Kruste muss sodann möglichst rasch mit geeigneten Geräten gelockert werden.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Nun ist die Zeit der Frühjahrsbestellung vorbei und der Sommer kann im Garten Einzug halten. Mit herrlichem Blütenflor macht er sich im Sommerblumen- und Staudengarten bemerkbar. Wer keine Lust hat viel Unkraut zu zupfen, sollte alle freien Erdflächen mit Mulch bedecken. So bleibt auch der Boden länger feucht. Jetzt können auch zweijährige Sommerblumen wie Stockrosen und Vergißmeinnicht ausgesät werden. Außerdem müssen Laubhecken geschnitten werden.

Blumenschnitt

Da der Blütenflor recht lange erhalten bleiben soll, ist es notwendig, jetzt alles Verblühte von Stauden und anderen Blütengehölzen abzuschneiden. Regelmäßiges Schneiden erhöht die Blüh- und Lebensdauer einiger Zweijahresblumen nicht unbeträchtlich.

Auch bei Einjahresblumen sollte man was abgeblüht ist und zu welken beginnt abschneiden, denn dadurch wird die Samenbildung verhindert.

Schnitt der Blütengehölze

Die abgeblühten Gehölze wie Flieder, Weigelie, Spiräen und dergleichen sollten sofort zurückgeschnitten werden. Die trocken gewordenen Blütenstände der Rhododendren werden ausgebrochen.

Blumenzwiebeln

Die verwelkten Frühjahrsblumen, deren Zwiebeln nicht im Boden verbleiben sollen oder können, sind aus der Erde zu nehmen und an einem schattigen Ort etwas abtrocknen zu lassen. Danach entfernt man die Blätter und breitet sie dann an trockener, schattiger und kühler Stelle aus. Im Herbst werden sie dann erneut gepflanzt.

Jedoch bleiben im Steingarten, auf den Staudenrabatten und unter den Sträucher alle Blumenzwiebeln in der Erde.

Rosen

Der Juni ist im Volksmund der Rosenmonat. Diesen herrlichen Gewächsen muss die notwendige Pflege zukommen, damit Schädlinge und Krankheiten ihre Entwicklung nicht beeinflussen.

Bei den Rosen ist das Abschneiden der abgeblühten Blütenstände ebenfalls sehr wichtig, denn sollten sich an Edel- und Buschrosen Hagebutten bilden, so würde dies die Pflanzen schwächen. Rosen für die Vase soll man nur frühmorgens schneiden, wenn sie noch voll von Tau und prall sind. Ende Juni erhalten sie eine zweite Portion Dünger. Auch ist nach Schädlingen und Krankheiten zu sehen und bei Bedarf sofort etwas zu unternehmen.

Zimmerpflanzen

Wie bei Zimmerpflanzen auch, ist bei Balkonpflanzen für regelmäßige Feuchtigkeit zu sorgen. Denn in den schmalen Gefäßen sind diese Pflanzen am ehesten der Gefahr des Vertrocknens ausgesetzt. Vor allem die Lage des Balkons oder der Terrasse und natürlich auch die Witterungsverhältnisse sind zu berücksichtigen. Die Blüten dürfen keinesfalls mit dem Gießwasser in Berührung kommen, denn die feinen Blüten reagieren empfindlicher, als das widerstandsfähige Laubwerk. Es empfiehlt sich, am frühen Vormittag zu gießen und an sehr heißen Tagen abends weitere Wassergraben zu verabreichen.

Düngen

Gedüngt wird erst 4 Wochen nach der Pflanzung, die Düngung beginnt somit erst ab Mitte Juni in wöchentlichen Abständen bis Ende September. Ebenso wie die Düngung gehört zur Pflanzenhygiene auch das Entfernen von gelben oder trockenen Blättern von allen abgeblühten und abgeknickten Pflanzenteilen.

Was ist zu tun im Rasen?

In den Sommermonaten, ab Ende Juni legen die Rasengräser eine Wachstumspause ein, sie wachsen in dieser Zeit schwächer als im Frühjahr oder im September. Es ist ratsam den Rasen vor Antritt einer Urlaubsreise nicht mehr zu wässern oder zu beregnen. Auch die Schnitthöhe sollte nicht unter 4 – 5 cm liegen, sonst verbrennen die Gräser und  das Unkraut setzt sich durch.

Juli

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Was ist zu tun im Garten?

Der Juli ist der Monat der Rosen. Die meisten Rosen entfalten sich jetzt in ihrer vollkommenen Schönheit. Auch im Staudenbeet blüht jetzt einiges. Balkonblumen wiegen ihre zierlichen Blüten im Wind und auch die meisten Kübelpflanzen haben sich nun endlich zur Blüte entschlossen.

An bedeckten Tagen, oder gegen Abend kann man noch Stauden und auch andere Pflanzen in die Erde setzen. Ausreichend wässern ist jetzt oberstes Gebot, die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Trockenheit. Kübelpflanzen und andere leicht holzende Pflanzen lassen sich jetzt gut über Steckhölzer vermehren. Die Töpfe und Schalen mit den frisch geschnittenen Steckhölzern unbedingt an einem schattigen Ort aufstellen.

Die meisten Kübelpflanzen stehen nun auch in voller Blüte und erfreuen uns mit ihren Farben und Düften. Auf der Terrasse sollte man jedoch darauf achten, dass sich nicht zu viele .Düfte mischen. Das kann zu Kopfschmerzen, oder sogar Übelkeit führen. Eine Duftpflanze reicht für die Terrasse. Einzige Ausnahmen bilden Kräuter. Hiervon darf es ein bisschen mehr sein. Um Samenbildung zu verhindern (es sei denn, es ist ausdrücklich erwünscht), sollte man auch an Kübelpflanzen die welken Blüten entfernen.

Rosen kann man auch sehr einfach aus Stecklingen vermehren. Vor allem Zwerg-, Beet- und Kletterrosen lassen das gerne zu. Der Juli ist der beste Zeitpunkt dafür. Die Rosenstecklinge an einem schattigen Ort direkt in die angefeuchtete Erde stecken, und am besten ein altes, sauberes Einmachglas drüberstülpen. Sie wurzeln bereits nach einigen Wochen, doch die bewurzelte Rose sollte 1-2 Jahre lang noch an dieser Stelle verbleiben. Wichtig ist, dass sie ausreichend und regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Im Juli blühen vermehrt hohe Stauden im Garten. Um diese vor Umknicken zu schützen, sollte man sie stützen. Die Stützen verhindern auch ein Auseinanderfallen bei starken Regenfällen. Zwischen den Stauden sollte man jetzt regelmäßig die Erde hacken und Unkräuter entfernen. Durch das Hacken wird die Erde aufgelockert und durchlüftet. So gelangt auch Wasser schneller und leichter an die Wurzeln.

Der Juli ist die nächste Düngerperiode bei Rosen, … Kräutern und Stauden. Starkzehrende Pflanzen werden jetzt wieder gedüngt. Unbedingt darauf achten, dass die Erde feucht ist, wenn man den Dünger ausbringt (am besten nach dem Gießen). Dünger leicht in den Boden einarbeiten. Durch die Feuchtigkeit lösen sich die Nährstoffe schneller und stehen so bereits nach kurzer Zeit den Pflanzen zur Verfügung.

Im Obst- und Gemüsegarten ist ebenfalls Düngen angesagt. Am besten erledigt man das Düngen zusammen mit dem Gießen. Der Juli ist außerdem Erntemonat für viele Obstsorten. Erdbeeren, Himbeeren, und einige andere frühe Obstsorten können jetzt geerntet werden. Was zu viel ist, kann zu Kompott oder Marmelade verarbeitet werden. Aus Beerenfrüchten kann man für den Nachtisch leckeren Fruchtschaum zubereiten. Im Eisfach abkühlen lassen und eiskalt genießen.

August

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

An Arbeit mangelt es auch im August nicht. Einige Arbeiten macht man routinemäßig, andere Tätigkeiten schafft man sich selbst an. Langsam aber sicher kommen die Blumenzwiebeln in die Supermärkte, und auch die Kataloge der Gartenversender für den Herbst/Frühjahr trudeln langsam ein. Die lauen Abende verbringt man jetzt immer häufiger auf der Terrasse, mit den Katalogen in der Hand. Man überlegt bereits jetzt im August, was im Frühjahr im Garten blühen soll.

Sofern Ende Juli noch nicht geschehen, können Anfang August noch im Herbst blühende Zwiebelpflanzen gepflanzt werden, wie Herbstzeitlose, Herbstkrokusse, oder Steppenkerzen. Mitte-Ende des Monats ist die ideale Pflanzzeit für Pfingstrosen und Clematis. Einige Herbststauden findet man bereits in den Gartenzentren, diese jetzt zu pflanzen ist ideal. Ende August ist die beste Pflanzzeit für immergrüne Gehölze. Die ausgesäten zweijährigen Pflanzen können jetzt an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden.

Von vielen Pflanzen kann man im August Ableger nehmen. Deshalb ist es jetzt auch an der Zeit damit anzufangen, neue Beete anzulegen. Die Ableger können dann direkt an ihre neuen Standorte gepflanzt werden. Vor allem Nelken, Veilchen und Bodendecker, sowie Storchschnabel lassen sich sehr gut über Ableger oder Ausläufer vermehren. Bei neu angelegten Beeten sollte man den Pflanzabstand im Auge behalten. Man muss bedenken, dass sich die Pflanzen im Laufe der Zeit ausbreiten und so eventuell den Platz anderen Pflanzen wegnehmen.

Im August geschnittene Stecklinge und Steckhölzer wurzeln etwas schwerer, als die, die man bereits im Juni-Juli geschnitten hat. Um diesen Prozess etwas anzukurbeln, kann man Bewurzelungspulver einsetzen. Bewurzelungspulver bekommt man in gut sortierten Gartenzentren oder in den Gärtnereien. Wichtig ist, dass die Stecklinge mit Folie abgedeckt werden, damit eine hohe Luftfeuchtigkeit gewährleistet werden kann. Ab und zu das Lüften jedoch nicht vergessen, um Schimmelbildung zu verhindern.

Lebensbaumhecken und Buchshecken können jetzt geschnitten werden. Zum Schnitt am besten einen bedeckten Tag wählen, vor allem, wenn man den Buchs schneiden will. Die Triebe von Buchs reagieren sehr empfindlich nach dem Schnitt auf direkte Sonne. Die abgeschnittenen Buchszweige kann man an einem schattigen Ort direkt in die Erde stecken und feucht halten. Bereits im Jahr drauf haben sich Wurzeln gebildet und die neuen Buchspflänzchen können verpflanzt werden.

Damit Dahlien reich blühen, sollte man sie regelmäßig für die Vase schneiden. Die Blüten sind nicht nur ein schöner Anblick, die Pflanze dankt uns mit neuen Blüten. Verblühtes an Stauden, Rosen und auch an Kübelpflanzen entfernen gehört mittlerweile zu den Arbeiten, die man im Vorbeigehen macht.

In den Supermärkten findet man die ersten Blumenzwiebeln und auch die Kataloge sind mittlerweile eingetrudelt. Wer jetzt kauft, kann zeitig mit der Pflanzung der Blumenzwiebeln beginnen. Das sorgt für eine relativ frühe und reiche Blüte im kommenden Frühjahr. Bei der Pflanzung von Blumenzwiebeln auf die Pflanztiefe achten. Als Faustregel gilt: die Zwiebel doppelt so tief wie sie hoch ist stecken.

September

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Herbstzeit - Erntezeit

Äpfel, Birnen und anderes Kernobst kann jetzt geerntet werden. Die reifen Früchte mit einem leichten Dreh abpflücken, aber dabei darauf achten, dass die noch nicht ausgereiften Früchte am Baum bleiben, bis sie reif sind. Unreife und überreife Früchte sind nicht für die Winterlagerung geeignet.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Fallobst sollte ab und zu aufgesammelt werden, denn meistens sind diese Früchte vom Apfelwickler befallen und die Larven können sich im Boden verpuppen um im nächsten Jahr als Falter wieder die Ernte mindern. Außerdem haben diese Früchte Druckstellen die schnell faulen können. Man kann Fallobst ausschneiden, pressen, und dann als Saft verwenden. Die ausgeschnittenen „Würmer“ und die Druckstellen am besten über die Biotonne entsorgen.

Kiwi und Walnüsse können jetzt geschnitten werden, nachdem der Saftstrom nachlässt.

Johannisbeere und Stachelbeeren, die mit Mehltau befallen sind, zurückschneiden und über die Biotonne entsorgen.

Himbeerruten die dieses Jahr getragen haben schneiden wir kurz über dem Boden ab, damit sich Jungtriebe im nächsten Jahr entwickeln und tragen können.

Brombeeren die eine unterschiedliche Färbung in den Früchten aufweisen, sind meist durch die Brombeergallmilbe verursacht. Auch hier empfiehlt es sich die befallenen Äste zurückzuschneiden und über die Biotonne zu entsorgen. Werfen sie sie keinesfalls auf den Kompost, denn dort haben die Schädlinge die optimale Temperatur um den Winter zu überdauern.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Bei Tomaten und Gurken schneiden wir nach dem 4 oder 5 Fruchtansatz die Triebspitze heraus damit die Kraft noch in die Früchte bis zur Reife kommt. Tomaten die noch grün geerntet werden können bei 15 – 20 Grad auf der Fensterbank nachreifen oder sogar als grüne Tomatenmarmelade verwendet werden.

Endiviensalat und andere Schnittsalate können jetzt noch gepflanzt werden.

Feldsalat oder Rapunzel, Radieschen und Spinat können noch ausgesät werden.

Weißkraut, Rotkraut (Blaukraut) und Rosenkohl bleiben bis zum Frost auf dem Beet. Beim Rosenkohl bricht man den Haupttrieb aus, damit die Röschen noch wachsen können.

Kürbisse sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen, je intensiver die Farbe der Frucht ist, umso vitaminreicher ist der Kürbis. Die Reife kann man beschleunigen, indem man Kürbisse nicht mehr gießt. Die fast reifen Früchte legt man am besten auf ein Brettchen, damit sie nicht auf nassem Boden zu faulen beginnen.

Was ist zu tun im Ziergarten?

An Stauden entfernt man abgeblühtes, um sie nochmals zum wachsen zu bringen. Sehr dekorative Samenstände können Sie jedoch natürlich auch über den Winter stehen lassen.

Immergrüne Gehölze, wie Rhododendron, Kirschlorbeer und Koniferen können nun gepflanzt werden und ausreichend mit Wasser versorgen, damit sie noch vor dem Frost wurzeln.

Zwiebelpflanzen wie Gladiolen, Freesien und Montbretien nehmen wir aus dem Boden und überwintern sie kühl und dunkel im Keller. Dagegen werden Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Frühjahrsblüher jetzt in die Erde gesetzt. Wenn Wühlmausgefahr besteht, empfiehlt es sich, dass wir die Zwiebeln in Drahtkörbe oder die im Handel erhältlichen Kunststoffbehälter pflanzen, um sie so vor Fraß zu schützen.

Bei Rosen schneiden wir nur die verblühten Triebe heraus und entfernen krankes Laub von der Pflanze. Entfernen Sie auch abgefallenes Laub unbedingt, damit der gefürchtete Sternrußtau nicht die noch gesunden Blätter befällt.

Der Rasen wird ab und zu von abfallendem Laub befreit und unter Umständen auch im Herbst vertikutiert. Eine Herbstdüngung mit entsprechenden Herbstdüngern (kalibetont) stärkt die Rasengräser für den Winter.

Kübelpflanzen wie Hibiskus und Bougainvillea sollten bei Tagestemperaturen unter 15 Grad Celsius ins Winterquartier gebracht und bei mindestens 15 – 20 Grad überwintert werden. Auf genügend Licht ist zu achten. Inspizieren sie ihre Kübelpflanzen auch nach Schädlingen und Pilzerkrankungen und spritzen nur soviel wie unbedingt nötig.

Oktober

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Bis Ende Oktober schließen wir die Obsternte ab. Äpfel, Birnen und was sonst noch am Baum hängt nehmen wir ab. Nur die Kiwi lassen wir noch bis zum ersten Frost hängen, denn durch den Frost bekommen sie auch in unseren Breiten die richtige Süße.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Totes Holz entfernen wir aus den Obstbäumen, damit sich keine Krankheiten festsetzen. Leimringe gegen den Frostspanner unbedingt jetzt anlegen, denn die Weibchen sind unbeflügelt und wandern den Stamm hoch, um ihre Eier abzulegen.

Ab Oktober beginnt wieder die Pflanzzeit von Obstgehölzen, aber man sollte darauf achten das man widerstandsfähige Sorten wählt. Für empfindliche Obstarten, wie Aprikosen, Pfirsich und Kiwi sollten wir lieber einen Pflanztermin im Frühjahr einplanen.

Fallobst auf jeden Fall aufsammeln um keine Schädlinge anzulocken und Fäulniss zu vermeiden, sowohl am Obst wie auch im Rasen.

Äpfel und Birnen lassen sich gut lagern, wobei rotbackige Sorten wie z.B. Jonagold, Boskoop u.a. besonders geeignet sind. Am besten man lagert sie in einem nicht zu warmen Keller und achtet darauf das sich die Früchte nicht gegenseitig berühren und überprüft von Zeit zu Zeit die gelagerten Äpfel um faule und schrumpelige auszusortieren.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Auch im Gemüsegarten ernten wir jetzt allmählich Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika ab, denn sie vertragen keinen Frost. Wogegen Kohlarten wie Rosenkohl und Grünkohl sowie Möhren und Sellerie und Lauch, ohne weiteres auch die ersten Fröste noch überstehen.

Die abgeräumten Beete von Unkraut befreien und leicht aufhacken oder umgraben.

Jetzt kann man auch beginnen ein Hoch- oder Hügelbeet zu planen. Wenn man keinen Komposthaufen hat, bietet sich das Hügelbeet direkt an, indem man die anfallenden Gartenabfälle so deponiert, das ein Hoch- oder Hügelbeet entsteht.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Stauden können wir nun teilen und ein neues Staudenbeet anlegen oder die überflüssigen Stauden dem Nachbarn schenken. Unkraut von den Beeten entfernen und das Staudenbeet winterfest machen, wobei manche Stauden sehr schöne Fruchtstände haben, die im Winter ein bezauberndes Schmuckelement sind.

Bei den Blütensträuchern entfernen wir die abgeblühten, dürren Fruchtstände, um Krankheiten, die in diesen abgestorbenen Teilen überwintern keine Möglichkeit geben im Frühjahr wiederzukommen, z.B. Flieder, Buddleia, Hibiscus und die Zierformen von Apfel- und Kirschbäumen.

Bei den Rosen schneiden wir nur die verblühten Teile heraus und häufeln sie Ende Oktober, Anfang November an der Basis an. Den richtigen Schnitt machen wir erst im späten Frühjahr. Wichtig ist vor allem, das krankes und verschimmeltes Laub aufgesammelt wird und über die Biotonne entsorgt wird.

Den Rasen mähen wir auf nunmehr 3-4 cm, zum teil kann auch noch bei trockenen Wetter vertikuliert werden und bis Ende Oktober noch mit einem Herbstdünger versorgen, der die Gräser für den Winter stärkt. Wichtig ist vor allen Dingen das herabfallendes Laub immer wieder von der Rasenfläche entfernt wird, sonst besteht die Gefahr das sich Schneeschimmel unter dem Laub entwickelt und im nächsten Jahr haben wir dann einen fleckigen Rasen.

Bei den Kübelpflanzen bringen wir bis Ende Oktober alle frostempfindlichen Arten (z.B. Fuchsien, Solanum, Geranien, Lantanen u. a.) in das Winterquartier und überprüfen die Pflanzen nach Schädlingen und Krankheiten.

November

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Die Obsternte sollte spätesten jetzt abgeschlossen sein und das Laub ist nach einem Frost auch kein Thema mehr am Baum. Abgefallenes Laub entweder gesondert kompostieren oder auf den Beeten unter Ziersträuchern mulchen.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Da Laub schwer verrottet, ist es von Vorteil dieses separat zu kompostieren und im Frühjahr unter Moorbeetpflanzen (Rhododendron, Azaleen und Heidelbeeren) zu mulchen. Auch auf Staudenbeeten sollte eine Laubschicht aufgebracht werden. Die Erde trocknet dann nicht aus und den Bodenlebewesen geben wir eine schützende Decke vor den frostigen Winterwinden. Auch Kleintiere, wie Igel, Kröten und Haselmäuse sind dankbar, für einen geeigneten Unterschlupf, der aus Laubhaufen gebildet wird.

Auch ist es ratsam, jetzt so lange der Boden frostfrei ist noch den einen oder anderen Baum zu pflanzen. Sie können noch feine Saugwurzeln bilden und können dann im Frühjahr sofort mit dem wachsen beginnen. Natürlich kommen nur solche Bäume in Frage die robust genug sind, empfindlichere Bäume wie Kiwi, Pfirsich oder Aprikosen pflanzen wir erst im Frühjahr.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Manche Gemüsearten müssen nicht unbedingt abgeerntet und eingelagert oder konserviert werden, sondern können auch bei frostigem Wetter im Beet bleiben. Einige Gemüsesorten bekommen durch die ersten Fröste erst ihr richtiges Aroma, zum Beispiel der Grünkohl. Durch den Frost gehen viele Bitterstoffe verloren, der Kohl wird schmackhafter. Auch Rosenkohl, Porree und Feldsalat können im Beet bleiben, Radiccio ebenso. 

Damit das Gemüse stets frisch geerntet werden kann, selbst wenn der erste Schnee gefallen ist, empfiehlt es sich, das Gemüse im Beet abzudecken. Es kann eine Lage Vlies über den Pflanzen ausgebreitet werden, welches schnell abgedeckt ist, wenn das Gemüse geerntet werden soll. Bei höheren Gemüsesorten kann ebenso eine Art Dach konstruiert werden. Dazu wird Vlies oder eine Plane an den eingeschlagenen Pfählen befestigt. Auf diese Weise ist das Gemüse vor Niederschlägen geschützt und der Hobbygärtner hat stets freien Zugang. Zusätzlich können die Seiten mit Plane oder Vlies zugehängt werden, so dass auch bei strengster Kälte kein Erfrieren der Pflanzen zu befürchten ist. 

Viele Gemüsesorten können auch im Gewächshaus angepflanzt werden und versorgen in den Wintermonaten mit den im Winter so selten gewordenen Vitaminen. Kräuter, wie Petersilie und Schnittlauch eignen sich ebenfalls für den Anbau im Gewächshaus und stehen so auch im Winter immer frisch zur Verfügung.

Was ist zu tun im Ziergarten?

Staudenbeete mulchen wir mit abgefallenem Laub (wie oben beschrieben) nachdem wir die meisten Stauden zurückgeschnitten haben, damit auch sie vor den Kahlfrösten geschützt werden. Nur dekorative Samenstände lassen wir den Winter über stehen, den sie bringen ein bisschen Abwechslung in das Gesamtbild des winterlichen Gartens.

Bei Ziersträuchern gehen wir genauso vor wie bei den Staudenbeeten und bringen das aufgesammelte Laub als Mulchschicht um die Sträucher aus. Bei Immergrünen Ziersträuchern dürfen wir auch nicht vergessen dass sie ja weiter Wasser verdunsten, sollten daher an trockenen, frostfreien Tagen immer gut gewässert werden.

Rosen werden im Laufe des Monats mit Komposterde angehäufelt, zum Schutz der Veredlungsstelle. Auf keinen Fall reinen Torfmull verwenden, denn dieser nimmt sehr viel Wasser auf, der bei Frost wie ein Eisklumpen um die Pflanze wirkt. Empfindliche Sorten decken wir auch noch mit Reisig ab, damit die Winterwinde abgehalten werden. Zurückgeschnitten werden Rosen erst bei der Forsythienblüte, Anfang April, deswegen schneiden wir nur störendes und krankes ab.

Den Rasen immer von herabfallendem Laub befreien und am besten bei Kahlfrösten nicht betreten. So kann man die Rasenfläche gegen Schneeschimmel schützen.

Die Kübelpflanzen sollten schon eingeräumt sein, außer es sind Pflanzen die leichte Fröste bis ca. 5 Grad aushalten. Laubabwerfende Kübelpflanzen wie Fuchsie, Geranie und Wandelröschen können auch im dunklen Keller überwintern, vorausgesetzt sie stehen bei ca. 4 – 5 Grad und es wird besonderes auf den Wasserbedarf geachtet, denn je kühler desto weniger Wasser brauchen sie. Alle laubtragenden Kübelpflanzen (Zitrone, Olive und Oleander) bedürfen einen zwar kühlen aber hellen Standort, bei ca 6 – 10 Grad. Auf jeden Fall müssen sie einmal die Woche auf Krankheiten und Schädlinge überprüft werden.

Dezember

K. Kellner, 24. Oktober 2019; von Gunter Rösch

Jetzt sollte man darauf achten, dass Obstbäume, besonders Apfelbäume, gegen Wildverbiss geschützt sind. Dazu eignen sich  engmaschige Drahtgitter, Lattengitter, Plastikspiralen oder ähnliche Barrieren, die um den Stamm herum angebracht werden.

Was ist zu tun im Obstgarten?

Man kann auch eine Kalkbrühe anrühren, wenn sie mit wildabweisenden Stoffen, wie Franzosenöl, Wermut oder Ochsengalle gemischt wird und den Stamm damit einstreichen.  Leichter ist es sich ein Wildverbissmittel im Handel zu besorgen und damit bei Bedarf den Stamm des Obstbaumes einzustreichen.

Auch Wühlmäuse kann man in der Winterzeit sehr gut bekämpfen. In den Gartencentern und im Samenfachhandel gibt es Wühlmausköder die man in die Laufgänge platziert, denn im Winter gibt s für die Mäuse kaum frische Wurzeln, so dass der Köder gerne angenommen wird. Außerdem kann man in der kalten Jahreszeit, die Laufgänge sehr gut erkennen und öffnen. Nachdem man den Köder in einen Gang gelegt hat sollte man diesen wieder gut verschließen, so dass kein Licht in den Gang fällt. Allerdings muss man weitere Aktivitäten der Wühlmaus beobachten und gegebenenfalls  weitere Köder auslegen.

Auch sollte das Obstlager regelmäßig überprüft und kranke Früchte aussortiert werden. Am besten ist Obst bei etwa 2 bis 4 °Celsius und etwa 80 % relative Luftfeuchte lagerfähig. Obst und Gemüse sollten nicht zusammen gelagert werden.

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

Wer ein Gewächshaus hat oder einen Frühbeetkasten, kann noch einige Wintergemüse wie Lauch eingeschlagene Möhren, oder spät ausgesäten Feldsalat und Endivien ernten. Wir müssen nur darauf achten, dass in der lichtarmen Zeit das Glas oder die Folie gereinigt wird. Das lässt sich am besten mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste und warmen Wasser bewerkstelligen.

Überhaupt ist die Winterzeit sehr gut geeignet, sein Gartenwerkzeug auf das kommende Jahr vorzubereiten. Spaten, Grabegabel, Hacken und ähnliches Werkzeug säubern wir und ölen es ein.

Was ist zu tun Ziergarten?

Am Barbaratag (4. Dezember) können Zweige von Süßkirschen, Sauerkirschen, Birken, Holunder und Forsythien geschnitten werden, dann 12 Stunden  in warmes Wasser (35 °C) legen und dann bei ca. 20 °C in eine Vase stellen. Die Zweige blühen dann zur Weihnachtszeit.

Wenn man einen Teich hat, der nicht mindestens 80 cm tief ist oder keine Möglichkeit einer frostsicheren Überwinterung von Seerosen hat, sollten diese jetzt herausgenommen und im Keller überwintert werden.

Die letzten Kübelpflanzen gehören ins Winterquartier oder soweit noch nicht geschehen, in einen frostsicheren, kühlen Raum. Wöchentlich nach Schädlingen überprüfen, um bei Bedarf rechtzeitig zu handeln.

Den Rasen noch vom letzten Laub befreien und bei frostigen Temperaturen ihn nicht betreten, denn wenn die Gräser steif gefroren sind, brechen sie ab und hinterlassen unschöne und faulende Stellen. Auch den Rasenmäher säubern wir jetzt. Der Tank sollte vor der Winterpause restlos leer sein. Resttreibstoff verliert über den Winter seine Zündfähigkeit, so dass Startprobleme programmiert sind. Ist nach dem letzten Einsatz des Jahres also noch etwas Sprit im Tank, sollte der Rasenmäher solange laufen gelassen werden, bis er von alleine ausgeht. Es sollte vor dem Winterschlaf der Ölstand kontrolliert werden. Gegebenenfalls ist es notwendig, einen Ölwechsel durchzuführen. Nach dem letzten Rasenmähereinsatz des Jahres muss das Gerät gründlich gesäubert werden. Am Gehäuse klebende Grasreste werden mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel entfernt. Mit Bürste und Wasser wird der Rasenmäher tipptopp sauber gemacht. Wer mit dem Schlauch den Rasenmäher abspritzt, sollte aufpassen, dass er mit dem Strahl nicht Lager, Dichtungen oder Motorteile beschädigt. Zum Reinigen der Unterseite wird der Mäher nach hinten gekippt, so dass die Zündkerze nach oben zeigt. Sind schadhafte Stellen wie Risse oder Kerben am Mäher zu sehen, sollten diese Teile in einer Fachwerkstatt ausgetauscht werden. In der Werkstatt kann man auch gleich das Messer schleifen lassen. Um eine optimale Mähleistung zu erzielen, gehört das Messer alle 25 Arbeitsstunden geschliffen. Der richtige Rastplatz für den Rasenmäher sollte staubfrei, trocken und bei Rasenmähern mit Starterbatterie unbedingt frostfrei sein. Ihn dabei gut abzudecken ist ebenfalls empfehlenswert.

Ansonsten ist jetzt kaum etwas im Garten zu tun und man hat Zeit und Muße die Gartenfotos des letzten Jahres zu sortieren und sich Gedanken über das nächste Gartenjahr zu machen.

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